Project partners

Project partners

Radioschule klipp+klang

Die Radioschule klipp+klang ist das Aus­bil­dungszen­trum für alle nicht-kom­merziellen und einige pri­vat-kom­merziellen Radiosender in der Schweiz. Mit Finanzmit­teln der Schweiz­er Regierung, in dem Fall vom Bun­des­büro für Kom­mu­nika­tion, entwick­elt die Schule Radio-Aus­bil­dungskurse für Laien und Profis und führt diese natür­lich auch durch. Außer­dem wird an dieser geforscht und Radio­pro­jek­te wer­den entwick­elt und organ­isiert, die auf ver­schieden­ste Inte­gra­tions- und Ermäch­ti­gungsaspek­te für mar­gin­al­isierte Bevölkerungs­grup­pen und Men­schen mit kör­per­lichen und geisti­gen Ein­schränkun­gen abzie­len. Damit hat sich die Radioschule klipp+klang das EDUQUA-Zer­ti­fikat – ein schweiz­er Qual­ität­sz­er­ti­fikat für weit­er­führende Bil­dung­sein­rich­tun­gen – verdient.

COMMIT

COMMIT wurde im Jahr 2010 als gemein­sames Aus­bil­dungszen­trum für die Com­mu­ni­ty-Radios in Öster­re­ich gegrün­det. COMMIT organ­isiert Sem­i­nare und Work­shops für angestellte und frei­willige, aktive, an Com­mu­ni­ty-Medi­en inter­essierten Mitar­beit­er. Dabei wer­den Kurse mit Schewr­punkt auf jour­nal­is­tis­ches, tech­nis­ches oder organ­is­torisches arbeit­en geboten und Ablauf­pläne für solche Kurse entwick­elt, die die einzel­nen lokalen Com­mu­ni­ty-Medi­en für sich nutzen kön­nen. COMMIT set­zt sich in Öster­re­ich ins­beson­dere für die stärkere Zusam­me­nar­beit zwis­chen Com­mu­ni­ty-Medi­en und Ein­rich­tun­gen der Erwach­se­nen­bil­dung im weit­eren Sinne ein.

Civ­il Radiosender

1993 wurde der Grund­stein für Civ­il Radio in Budapest gelegt, um die Anliegen von vere­ins­gestützten Radios zu stützen und bekan­nt zu machen. Zusät­zlich dazu und genau aus diesem Grund wurde fest­gelegt, in Budapest einen Radiosender zu betreiben. Mit der Hil­fe von ca. 150 Frei­willi­gen sendet Civ­il Radio zurzeit täglich, wobei Kul­tur, Soziales, Umweltschutz, Gemein­schaften, das Leben in der Haupt­stadt und ihren Vierteln die Haupt­the­men für das Pro­gramm liefern. Civ­il Radio macht in seinen Aus­bil­dungskursen seit Jahren neue Kom­mu­nika­tions- und Medi­en-Tech­niken, und Web 2.0 Anwen­dun­gen bekan­nt und pro­duziert Mate­ri­alien für elek­tro­n­isch gestütztes Ler­nen. Die Kurse und Aus­bil­dungspläne dienen dazu, die Teil­nehmer und Nutzer zu befähi­gen ihre Erlerntes anz­tuwen­den. Seien es nun die jour­nal­is­tis­chen Fähigkeit­en, oder das Erstellen ein­er Web­seite für eine Gemein­schaft oder ein Ereig­nis – So kön­nen sie in jedem Fall die sozialen und zivilen Inter­essen ihrer Gemein­schaft nach außen vertreten.

Medi­en Ost e.V.

Der Medi­en Ost e.V. ist ein in Halle ansäs­siger Vere­in, der auf dem Gebi­et der Radio-Aus­bil­dung und des Radio-Jour­nal­is­mus aktiv ist, Kor­re­spon­den­ten in und aus Osteu­ropa ver­net­zt und deren Zusam­me­nar­beit koor­diniert. Die Mit­glieder des Medi­en Ost e.V. haben ihre Arbeit mit ihrer Beteili­gung an den Vor­bere­itun­gen des FM@dia 04 Forums in Prag begonnen und führen derzeit mehrere Pro­jek­te aufr dem Gebi­et der Radio-Aus­bil­dung — nicht nur in Deutsch­land son­dern auch über Staats­gren­zen hin­weg — durch. Die Aus­bil­dung, die der Medi­en Ost e.V. anbi­etet, basiert dabei auf den Prinzip­i­en der unab­hängi­gen und nicht-kom­merziellen Medi­en und hil­ft sowohl kul­turellen und poli­tis­chen Aktivis­ten als auch Min­der­heit­en ihre Per­spek­tive auf The­men in pro­fes­sionellen und semi-pro­fes­sionellen Medi­en zu artikulieren. Ger­ade für unter­priv­i­legierte soziale Grup­pen und Per­so­n­en, aber auch andere Ziel­grup­pen mit spez­i­fis­chen Bedürfnis­sen, wie z. B. Arbeit­slose, Migran­tInnen, Ange­hörige von Min­der­heit­en, wur­den spezielle Aus­bil­dungs­maß­nah­men entwick­elt. Ein wichtiges Ziel des Medi­en Ost e.V. ist es, die Bedin­gun­gen für unab­hängi­gen Radio-Jour­nal­is­mus in und über Osteu­ropa zu verbessern. Deshalb wer­den Radio-Ini­tia­tiv­en miteinan­der ver­net­zt, wird ein Net­zw­erk für Radio-Kor­re­spon­den­ten aufge­baut und es wer­den gren­züber­schre­i­t­end Radio­pro­jek­te durchge­führt. Die Mit­glieder des Medi­en Ost e.V. nehmen an Forschun­gen teil, um Möglichkeit­en ein­er Erneuerung des Medi­ums Radio zu erkun­den, wobei der Fokus auf ein­er kün­st­lerischen und emanzi­pa­torischen Inter­pre­ta­tion des Radiomachens liegt. Der Medi­en Ost e.V. organ­isiert Work­shops, Ver­anstal­tun­gen und Co-Pro­duk­tio­nen, die dabei helfen inter­na­tionale Kon­tak­te zwis­chen Osten und Westen/Westen und Ost aufzubauen und mehrsprachige Radio- und Kun­st­pro­jek­te gemein­schaftlich durchzuführen. In seinen eige­nen Aktiv­itäten rund um das Radio konzen­tri­ert sich der Medi­en Ost e.V. auf alter­na­tiv­en Medi­en und Kul­tur in ost- und südos­teu­ropäis­chen Län­dern und Regio­nen inner­halb und außer­halb der EU.

VFRÖ

Der Ver­band Freier Radios Öster­re­ich (VFRÖ)vertritt die Inter­essen der freien nicht-kom­merziellen Radiosender in Öster­re­ich. Der Ver­band Freier Radios organ­isiert Aus­bil­dungskurse für Angestellte im Sek­tor der pri­vat nicht-kom­merziellen Medi­en, die regelmäßig und kon­tinuier­lich stat­tfind­en auf deren Bedürfnisse einge­hen. Um das Aus­bil­dungs- und Kur­sange­bot zu erweit­ern, arbeit­et der VFRÖ auch mit anderen Aus­bil­dungsin­sti­tu­tio­nen in Öster­re­ich, Deutsch­land, Irland, Ungarn und der Schweiz zusam­men. Das Aus­bil­dungsange­bot des VFRÖ wird seit 2005 vom RTR gefördert.

Die Radioschule klipp+klang und ihre Part­nerra­dios haben langjährige Erfahrung Radio­pro­jek­ten zur Ermäch­ti­gung, in denen Radioar­beit nicht nur dazu dient, im Radio nüt­zliche Fähigkeit­en zu fes­ti­gen, son­dern auch solche Fähigkeit­en, die auch in anderen Lebens­bere­ichen brauch­bar sind, wie z.B. Medi­enkom­pe­tenz und per­sön­liche und soziale Kom­pe­tenz, die sich in der Fähigkeit mit anderen gemein­sam zu arbeit­en, sich zu artikulieren oder selb­st­be­wusst aufzutreten, zeigt. Das erste Pro­jekt dieser Art, dessen Ziel­gruppe Frauen, migrantis­che Frauen und ver­schiedene Com­mu­ni­ties im Zürich­er Vier­tel Grü­nau waren, wurde gemein­sam mit Radio LoRa durchge­führt. Derzeit laufen fol­gende Projekte:

Vit­a­min B: In diesem Pro­jekt wird Radio-Jour­nal­is­mus — speziell die Fähigkeit zu recher­chieren, Inter­views zu führen und Kon­tak­te herzustellen — dazu genutzt, Arbeit­slosen mit Migra­tionsh­in­ter­grund dabei zu helfen, einen neuen Job zu find­en. Die Kurse sind auf 14 Tage angelegt, wobei die Grup­pen zum Ende hin eine eigene Sendung pro­duzieren. Die Kurse wer­den von ver­schiede­nen Insti­tu­tio­nen für Inte­gra­tion finanziert und die einzel­nen Teil­nehmerIn­nen dadurch unter­stützt, dass diese Insti­tu­tio­nen die Teil­nah­mege­bühren bezahlen.

Redak­tion Sicht­punkt ist ein Bil­dungs- und Arbeit­ser­mäch­ti­gung­spro­jekt speziell für Blinde und Men­schen mit eingeschränk­tem Sehver­mö­gen. Zweimal im Jahr trifft sich die Redak­tion aus fünf bis sieben blind­en, sehbe­hin­derten und sehen­den Men­schen, um eine Sendung zu pro­duzieren, die bei den meis­ten Com­mu­ni­ty-Radio im deutschsprachi­gen Teil der Schweiz aus­ges­trahlt wird. Ziel der Sendun­gen ist, über The­men zu reden, die blinde und sehbe­hin­derte Men­schen betr­e­f­fen; wie sie beispiel­sweise Kun­st wahrnehmen, oder welche Möglichkeit­en sie haben, sich an Poli­tik teilzuhaben. Aus­bilder und The­men­work­shops zu anderen Bere­ichen der Radioar­beit unter­stützen das Pro­jekt, das haupt­säch­lich vom Schweiz­er Staat, aber auch aus pri­vat­en Mit­teln finanziert wird. Außer­dem arbeit­en Mit­glieder Redak­tion als Prak­tikan­ten in der Projektkoordination.

Radio loco-moti­vo ist ein Pro­jekt für Men­schen mit Psy­chi­a­trieer­fahrung. In ihrer monatlichen Sendung auf Radio Bern (RaBe) pro­duzieren Men­schen mit Psy­chi­a­trieer­fahrung, ihre Ange­höri­gen, Experten auf dem Gebi­et, Haus­meis­ter der Kranken­häuser gemein­sam Reporta­gen und Berichte über psy­chi­a­triebe­zo­gene und andere The­men. Auch nicht-jour­nal­is­tis­che Textfor­men wie Gedichte und andere sind Teil der Sendung. Natür­lich wird die Gruppe bei ihrer Arbeit von Aus­bilderIn­nen unter­stützt, aber das per­spek­tivis­che Ziel ist es, dass die Gruppe ihre Sendun­gen selb­st­ständig pro­duziert. Das Pro­jekt trägt auf einem sehr basalem Lev­el zu Ermäch­ti­gung bei. Schließlich haben die Teil­nehmerIn­nen z.T. noch nie mit einem Com­put­er gear­beit­et oder sind nur wenig medi­enkom­pe­tent. Das Pro­jekt wird vom Schweiz­er Statt und aus pri­vat­en Mit­teln finanziert.

Hap­py radio ist ein Radio­pro­jekt für Men­schen mit geistiger Behin­derung. Zweimal im Jahr pro­duzieren diese gemein­sam mit ihren Aus­bildern eine Sendung auf Radio LoRa. Die Sendung ist Teil des Bil­dung­spro­gramms, das diverse Insti­tu­tio­nen für Men­schen mit geistiger Behin­derung organ­isieren, weshalb wir auch sehr eng mit diesen Insti­tu­tio­nen zusammenarbeiten.

Knastra­dio ist Radio mit Gefäng­nisin­sassen. Die Pro­jekt wurde zweimal durchge­führt — 2009 mit Erwach­se­nen und kür­zlich mit jugendlichen Straftätern, die sich im offe­nen Vol­lzug befan­den. Für die, bei Radio X in Basel pro­duzierte, Sendung durften sie das Gefäng­nis ver­lassen. Zwei Stu­den­ten haben das Pro­jekt ins Leben gerufen, denen die Radioschule bei der Pro­jek­tab­wick­lung zur Seite stand und denen sie beibrachte, Radioar­beit päd­a­gogisch zu begleiten.

members_all_transparent